Samstag, 18. Oktober 2008

Vienna Calling 2/2008

... aus der Stadt, in der es für etwas illustre Gestalten Usus zu sein scheint, sich zugedröhnt tozufahren. Nachdem Falco in der Karibik einen ganzen Reisebuss übersehen hat, hat nun der „Rechtspopulist“ Haider seinen Phaeton und sich selbst zu Klump gefahren. Wie sich gezeigt hat keineswegs so nüchtern, wie Zeugenaussagen im „Heute“ – einer Speerspitze des investigativen Journalismus in Österreich – glauben machen wollten.

Schneller rausgefunden hat man dank eines Teams von Volkswagen (das umgehend zum Unglücksort eilte um herauszufinden, wie man ihr Auto so sehr kaputtfahren kann) dass Haider mit 142 Stundenkilometern unterwegs war an einer Stelle, an der sonst 70 erlaubt sind. Offenbar kam er, wie die Zeitung „Österreich“ – ein anderes Glanzlicht der österreichischen Presselandschaft – berichtete, zuerst von der Fahrbahn ab, überschlug sich mehrfach, köpfte die Spitzen einiger Tannen, die sich ihm in den Weg stellten, und landete zwischenzeitlich auf dem Dach, was ihm wohl auch das Leben kostete, denn so ein Auto ist schwer.

Obwohl ihn die Zeugen laut „Heute“ den ganzen Abend nicht einmal Wasser trinken sahen, hatte der Kärtner Landeshauptmann 1,8 Promille, als er sich ans Steuer setzte. Wenn er könnte (und wer weiß das schon), würde er sich wahrscheinlich ärgern, dass er seinem Chauffeur freigegeben hatte.

Die professionelle Zusammenarbeit mit seinem Pressesprecher und die Gerüchte über die letzte Party vor der verhängnisvollen Autofahrt bleiben auch hier eben das, nämlich Gerüchte. Das gebietet nicht der Anstand, das ginge schlicht niemanden etwas an. Findet

derherrmoeller

1 Kommentar:

novala hat gesagt…

Vielleicht hatte Herr Haider das Tempolimit nicht verstanden, weil 70 auf Slowenisch angeschrieben war.

Ach, dass er ausgerechnet gegen ein Ortsschild fuhr ...