Donnerstag, 28. Dezember 2006

Lüneburg


Dienstag, 26. Dezember 2006

Blogroll

Unterhaltsam: iPeg

Auch aus dem Norden und aus Wien: Novala aka Sodazitron

Photoblog, jeden Tag ein Bild aus Wien: Zoomvienna

Jerry, Microsoft's National Tachnology Officer UK. Einer von den Guten. NTOUK

Weihnachten in Wien

Graben und Kohlmarkt mit Weihnachtsbeleuchtung.


Freitag, 22. Dezember 2006

Vienna Calling 5/2006

Vienna Calling 05/2006...

...aus der Stadt, in der es mal wieder wie wild weihnachtet. Und trotzdem nichts ist wie es war. Schnee in den Bergen? Pustekuchen. Nikolo? Nicht in den Kindergärten. Frohe Weihnachten? Sorry: happy holidays vielleicht.

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He's making a list,
Checking it twice;
Gonna find out who's naughty or nice.
Santa Claus is coming to town…
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Bereits im letzten Jahr habe ich die Diskussion am Rande mitverfolgt, aber angesichts des Mohammed-Karikaturenstreits, entschuldigung: der Kontroverse um die bildlichen Darstellungen des Propheten, bekommt die Frage natürlich eine größere Bedeutung:

Während es im letzten Jahr meist 'seasonal greetings' gab, scheint sich heute die Formel 'happy holidays' durchgesetzt zu haben. Denn schließlich feiert nicht jeder Weihnachten. Und schon gar nicht zur selben Zeit. So ist erst der 7. Januar beispielsweise das Weihnachtsfest der russischen Orthodoxen.

Die politisch korrekten USA haben allerdings einen Vorteil, denn dort kann –oder wurde bereits- Weihnachten durch Thanksgiving ersetzt, als Tag, an dem das öffentliche Leben still steht und alle nach Hause zu ihren Familien fahren. Anders als Weihnachten hat Thanksgiving den Vorteil, dass es nicht religiös konnotiert ist, sondern sozusagen über- und unkonfessionell zum Gesellschaftsvertrag aller Bürger dort gehört.

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Even old New York was once New Amsterdam
Why they changed it I can't say
People just liked it better that way
(They Might Be Giants: 'Instanbul (not Constantinople)
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Im Grunde werden überall im Winter jedoch gerne Kerzen angezündet und gut gegessen. So hat es ja auch der holländische 'Sinterklaas' nach einigen Jahren als 'Santa Claus' im cocacolaroten Mantel den Sprung zurück in die alte Welt geschafft. Zutiefst unchristlich also. Und doch irgendwie schön…

Manchmal sollte man jedoch tatsächlich einfach besser den Mund halten, vor allem, wenn man überhaupt keine Ahnung hat: zum Beispiel wünscht man seinen jüdischen Bekannten kein 'Happy Chewbacca".

Und am 18. Februar 2007 beginnt übrigens das chinesische Jahr des Schweins. 'Happy Grunz'?

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Vienna Calling
http://derherrmoeller.blogspot.com/
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In diesem Sinne also: Frohe Weihnachten, guten Rutsch und alles erdenklich Gute für 2007,
küss die Hand und Baba,
derherrmoeller

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Kann man ein Land ernst nehmen, das aussieht wie ein Schnitzel?
-Wienerische Schmankerl-

"fesche Exekutiv-Blondine" (heute) – die neue Filmpartnerin des "Bullen von Tölz"
Nikolo – Nikolaus
Krampas – nunja, irgendwie der böse Kollege vom Nikolo…

Sonntag, 10. Dezember 2006

Nabel der Welt

Zeit das Hotel Cap Polonio in Cap Polonium umzubenennen, wuerde ich sagen...

Montag, 27. November 2006

Deja vu

(USA 2006, R: Tony Scott)

Man nehme: ein bisschen 'Enemy of the State' für die schnellen Beobachtungssequenzen aus der Satellitenperspektive, einen Löffel 'X-Files' für Paranoia und Methaphysik, etwas 'Die Hard' (falls nicht im Hause ersatzweise auch 'The Siege (Ausnahmezustand)') für die Bombenaction, eine große Portion 'Back to the Future' für das Zeitparadoxon, eine Prise Liebesgeschichte (am besten filetiert man eine aus 'Speed') sowie einen Hauch 'Matrix' für das gewisse Etwas und schon hat man den Grundteig für 'Deja vu'.

Nun das ganze noch gut durchrühren uns raus kommt ein durchaus spannender Film, der schnell genug ist, um etwaige logische Brüche im Drehbuch beim ersten Sehen nicht offensichtlich werden zu lassen. Und selbst wenn, ist er intelligent und unterhaltsam genug gemacht, um ihm das zu verzeihen.

Jedenfalls folgt der Film keinen gewöhnlichen Genremustern, was ihn angenehm erfrischend macht. Nur die extragroße Portion Pathos obenauf hätte man sich sparen können.

Achja, um was es geht? Eigentlich nicht so wichtig, aber gut: Ein Beamter der US-Behörde ATF soll mithelfen, einen Bombenanschlag auf ein Fährschiff voller Marinesoldaten in New Orleans aufzuklären. Dabei kommt ein neues Überwachungssytem zum Einsatz, das einen Blick in die Vergangenheit erlaubt. Nur einen Blick? Womit wir wieder bei der Mischung wären: Man nehme…

Freitag, 24. November 2006

Erinnern. Jetzt.

Donnerstag, 23. November 2006

NYC

'So get back to New York City,
My heavenly home,
Crime can be so pretty,
So get back to New York City.'

(Keith Caputo)







Some other sucker's parade

'But hell, why should I wait
'Til the clouds go rain on some other sucker's parade
When every heavy sky just empties on your fate
Sometimes keeping dry's something to celebrate'
(Del Amitri)


Heute fand in New York die jaehrliche Macy's Parade zu Thanksgiving statt, die ich mir selbstverstaendlich nicht entgehen liess. Das heisst, ich habe es versucht: Zwischen der Parade und mir kam erstmal eine 20-Fuss-Sicherheitszone mit Soldaten und dann ein Heer von Regenschirmen (das Stueck 5 Dollar, ich hab heute drei verbraucht) - aber einige Blicke konnte ich erhaschen:

Der Hintern von Ronald McDonald


Der Hintern von Garfield


Eine Zuckerstange


Und die wahrscheinlich groesste oeffentliche Toilette der Welt

Mittwoch, 22. November 2006

Who says Bush is dumb?

Can you fly a jet plane?

Heute war ich in Pentagon City, einem EInkaufszentrum in Washington, nahe dem echten Pentagon, dem angeblich groessten Gebaeude der Welt. Davon konnte ich leider keine Photos machen, denn das ist verboten.

Die Naehe zur Armee wurde jedoch auch in den Artikeln der Mall deutlich, so zum Beispiel das obige Zitat von einem bumper sticker.

In diesem Sinne: 'Welcome to the USA. Now, speak English or leave.'

Dienstag, 21. November 2006

Casino Royale

Also schön, Bond fährt Ford, ist blond und guckt ab und an wie ein kurzsichtiges Schnabeltier, aber es ist eben auch kein typischer Bond. Vielmehr die (Wieder-) Geburt von James Bond, von der ersten vermasselten Mission als Doppelnull-Agent bis zu dem Moment, an dem er das erste Mal das Bond-Thema für ihn gespielt wird. Und in diesen 144 Minuten geschieht so einiges, allerdings kaum etwas, was man von einem Bond erwartet.

Während bei Brosnan Bond zu einem reinen Zitat seiner selbst zu werden drohte, ist der neue Bond deutlich härter geworden. Nicht nur er selbst, auch M ('Christ! How I miss the cold war.'); auf Q wird erstmal ganz verzichtet. Und auch der zweimalige Auftritt von Ludger Pistor (Ja, genau, der 'Krappi' aus der Serie 'Balko'!) schafft nicht die unbeschwerte Klamaukhaftigkeit der letzten paar Bond-Filme – von einer (Selbst-) Ironie wie bei Moore ganz zu schweigen.

Dieser James Bond ist hart, gebrochen, bitter und vertraut – jedenfalls am Ende des Films (und somit am Anfang der Bond-Serie) – niemanden. Der Film ist düster und brutal, aber durchaus sehenswert.

Ansonsten: Felix Leiter kommt auch vor, nichts aus dem Film (bis auf das Verhalten der Polizisten vielleicht) ist montenegrinisch und Jürgen Tarrach hat ein paar kurze Auftritte als Herr Schultz ('Hallo!'). Und Aston Martins spielen dann auch noch mit, sogar zwei.

Washington

Snow Emergency Route


Capitol Hill


Union Station


Navy Memorial


Kiosk


Paranoia Police


Engine 2, Chinatown


80er Jahre U-Bahn

Donnerstag, 16. November 2006

Skopje



Die Stadt, die nichts dafuer kann, nach einem Erdbeben in den 1960ern wieder aufgebaut worden zu sein.

Hier gibt es jedenfalls eine Konferenz zur eSociety.MK - und das Land begruesst einen auch schon am Flughafen als 'First Wireless Country in the World'.

Ausserdem ist Mutter Theresa hier geboren. Und 'Kalkutta' ist das mazedonische Wort fuer 'Stadt in Indien'.

Mittwoch, 8. November 2006

Vienna Calling 4/2006

Vienna Calling 04/2006...

...aus der Stadt, in der kürzlich gewählt wurde. Anders als in Montenegro heißt das allerdings nicht, dass es jetzt auch eine neue Regierung gibt, denn zum einen hat Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel am Wahlabend 'geschrödert' –wie einige Kommentatoren es nannten- und sich mit der Deutung des Wahlergebnisses etwas schwer getan, zum anderen hat HeiFi (das ist der hiesige Präsident) den Klubobmann der SPÖ immer noch nicht mit der Regierungsbildung beauftragt.

Nun scheint alles zwischen großer Koalition, Minderheitenregierung, Notverordnungen durch den Präsidenten (allerdings nicht sehr wahrscheinlich, obwohl man damit ja Erfahrungen hat), Neuwahlen oder allerlei bunter Koalitionen alles möglich. Die Farben, die im Nationalrat vertreten sind, sind rot, schwarz, grün, blau, und orange – keine Ahnung, was man daraus für Nationalflaggen – a la Jamaika – basteln könnte.

In Montenegro verliefen die Wahlen hingegen überwiegend unproblematisch, die Beobachteten hatten oftmals mehr Erfahrung mit Beobachtungen als die Beobachter und insgesamt war das bis auf den selbst gebrannten Slivovica alles sehr schön und harmlos.

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"Wenn die Welt einmal untergehen sollte, ziehe ich nach Wien, denn dort passiert alles 50 Jahre später."
(Gustav Mahler)
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Gegen Ende des Jahres wird es hier noch einmal etwas bewegt, es scheint, dass ein jeder noch schnell vor Jahresende eine Konferenz veranstalten muss, und die 'Organization for Seminars and Conferences in Europe' (OSCE) ist natürlich immer vorn mit dabei.

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Wahlbeobachtung, IGF, Eisskulpturen:
http://derherrmoeller.blogspot.com/
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Gerade war ich beim ersten 'Internet Governance Forum' (IGF), für das 1.200 Delegierte in einem griechischen Badeort in ein Hotel gesperrt wurden, um über die zukünftige Form der Internetregierung oder wenigstens –verwaltung zu sprechen. Was das nun am Ende gebracht hat wird sich zeigen, gesprochen wurde aber in der Tat jede Menge.

Und abgesehen von Dauerregen, völlig ausgedachten Preisen für Speisen und Getränke und etwas konfusen Sicherheitskontrollen, war es eine sehr interessante Veranstaltung, auf der man viele interessante Leute aus aller Welt treffen konnte.

Und es gab Eisskulpturen.

Bis demnächst, viele Grüße, küss die Hand und Baba,
derherrmoeller

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Kann man ein Land ernst nehmen, das aussieht wie ein Schnitzel?
-Wienerische Schmankerl-

Lukrieren – Gewinne machen, Einnahmen verbuchen
Nationalrat – österr. Parlament
Klubobmann – Parteivorsitzender
HeiFi – Heinz Fischer, österr. Bundespräsident

Sonntag, 5. November 2006

Freitag, 3. November 2006

Budapest

Nach einer nicht wiederholenswerten Reise mit sechs verschiedenen Verkehrsmitteln, bin ich gestern am späten Abend endlich in Budapest angekommen, um heute an einer Konferenz mit dem eher undeutlichen Titel 'From secret service to public service' teilzunehmen.

Jedenfalls ging es dabei um öffentlich-rechtlichen Rundfunk, vor allem in Ungarn, wo es ja kürzlich einige Probleme mit nicht-öffentlichen Äußerungen einiger Politiker und darauf folgend einigen umso öffentlicheren Äußerungen einiger Demonstranten gab.

Unter anderem sprachen Vivane Reding, europäischer Kommissarin für die Informationsgesellschaft, Fritz Pleitgen von der EBU, und der Chef. War ganz interessant und zwischendurch gab es überraschenderweise auch noch etwas zur neuen EU-Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste zu hören.

Am Ende schlug Karol Jakubowicz noch eine Lösung für den ungarischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor, der allerdings nach seinem Dafürhalten, die Hilfe der ungarischen Luftwaffe erfordern würde…

Donnerstag, 2. November 2006

Panorama

Nach dem 'Summing Up' am morgen leider keine Zeit mehr fuer die Workshops, da ich angeblich zwei Stunden vor Abflug am Flughafen sein muss, aber ein letzter Kaffee am Mittelmeer geht sich noch aus.

Mittwoch, 1. November 2006

Eisskulpturen

Gestern abend Abschlussempfang ausgerichtet von den Griechen. Und: Es gab Eisskulpturen. Völlig unterschätzte Dekorationsform, wie ich finde. Auch wenn das 'I' des IGF ziemlich phallisch aussieht.

IGF Mittwoch

Tag 3. Endlich Sonne. Mittagessen im Panorama, wo sonst, diesmal allerdings auf der Terrasse mit Blick aufs Mittelmeer. So habe ich mir das eigentlich vorgestellt. Stattdessen geht es morgen nach Budapest, da soll es Schnee geben. Naja…

Am Nachmittag noch meinen zweiten Workshop absolviert, diesmal bei der UNESCO zum Thema 'Free flow of information in cyberspace'.

Mehr zum IGF, Transcripts saemtlicher Beitraege in den Main Sessions, die Agenda und allerlei mehr gibt es hier:
www.igfgreece2006.gr

Dienstag, 31. Oktober 2006

IGF Dienstag

Tag 2. Vouliagmeni heißt das hier, soviel weiß ich jetzt schon mal. Es regnet immer noch. Zum dritten Mal in zwei Tagen im Restaurant Panorama gegessen, weil dass das einzige ist, was man hier einigermaßen trockenen Fußes erreichen kann.

Im Laufe des Tages habe ich mir dieses IGF mal angesehen, sowohl in der Main Hall als auch als Sprecher und Zuhörer bei verschiedenen Workshops zu Privacy und Freedom of Expression.

Mehr zu den Privacy Workshops bei
http://bendrath.blogspot.com


oder bei Mit-Panelist Jerry Fishenden, Microsofts Technology Officer UK:
Thunder, Lightning - and the United Nations Internet Governance Forum

Montag, 30. Oktober 2006

Internet Governance Forum

Tag 1. Ankunft am Flughafen in Athen, ich werde abgeholt wie bestellt und es geht durch Sturm und Regen und Blitz und Donner eine knappe Stunde zum Hotel und zum Veranstaltungsort. Scheint ein Missverständnis zu sein, dass das Internet Government Forum (IGF) in Athen stattfindet, das ist eher so ein Badeort irgendwo außerhalb. Was den Regen noch deprimierender macht.

Im Konferenz-Hotel gibt es Cola für EUR 6 oder Kaffe und Wasser für EUR 12. Die scheinen sehr gut erkannt zu haben, dass wir hier ein wenig gefangen sind.

Dienstag, 12. September 2006

Polling Montenegro

Die Wahl ist vorbei, es geht wieder an die Küste. Die Beobachtung selbst bestand darin, den ganzen Tag über Wahllokale aufzusuchen und zu beobachten, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Und alle naselang zu montenegrinischen Kaffee und selbstgebrannten Slivovica eingeladen zu werden, den es höflich abzulehnen galt.

Abends wurden die Berichte dann im lokalen Hauptquartier abgegeben und in die Hauptstadt übermittelt. Dieses Debriefing ging dann ueber in ein zwangloses Beisammensein mit anderen Beobachtern und Übersetzern bis morgens um 5 und dann ging es mit den 'highest professional standards' durch die menschenleere Stadt wieder ins Hotel.

In diesem Sinne: Polling, polling, polling Montenegro…
(Zu singen zur Melodie von Rolling like a freight train).

Am Tag danach ging es zurück an die Küste, noch schnell einen Abend die Altstadt von Budva und einen Vormittag das Mittelmeer genießen können, dann weiter zum Flughafen, an dem man vor der Zollkontrolle eine Ausreisegebühr von EUR 15 bezahlen muss. Bar.

P.S. Ein Teilnehmer fragte, wieso sich etwa Slowenien so schwer tut, dem Euro beizutreten, Mazedonien habe den doch auch schon als Hauptwährung. Und dabei sind die noch nicht einmal EU-Mitglied…

Freitag, 8. September 2006

Pljevlja

So, das Briefing am Meer ging gestern zu Ende, heute ging es in die Berge, genauer gesagt nach Pljevlja, irgendwo an der Grenze zu Bosnien und Serbien. Von hier aus geht es dann auch morgen und am Sonntag zur tatsächlichen Wahlbeobachtung.

Der Weg hierher bestach durch Berge, Wälder, Gebirgsbäche und Schlucht (angeblich in irgendeiner Kategorie die zweit- der Welt (groesste/tiefste/breiteste/älteste/was-auch-immer).

Pljevlja selbst besticht eher durch eine Kohlemiene samt dazugehörigem Kraftwerk und ist ansonsten eine kleine Stadt mit unübersehbarem sozialistischen Charme und einem gany netten Stadtkern.

Die Brücke über die Tara-Schlucht
Die Brücke über die Tara-Schlucht


Montenegromoeller
Montenegromoeller


Tara-Schlucht
Tara-Schlucht


Welcome to Pljevlja
Welcome to Pljevlja



Backstreets Pljevlja





Downtown Pljevlja

Internetcafe
Der Eingang zu dem Internetcafe in dem ich gerade sitze

Donnerstag, 7. September 2006

Titograd

Nach unserer Landung in TGD – tatsaechlich wohl noch das Flughafenkuerzel von Titograd, obwohl die Stadt mittlerweile wieder Podgrica heist – ging es per Bus an die Kueste von Budva, wo wir morgen unser erstes Briefing haben werden.

Am Freitag geht es dann in die Regionen, fuer mich irgendwo in die Berge, aber heute durften wir noch mal ein wenig Mittelmeer geniessen.


Unsere Unterkunft


Meer und Berge


Election Observation seen from a deck chair

Donnerstag, 31. August 2006

Junger Mann

Wien, Flughafen-Schwechat, Starbucks. Ich stehe an der Kasse und will einen Kaffee bestellen, neben mir sucht jemand Kuchen aus. Der Typ an der Kaffeemaschine gibt einen Becher Frappu-weiss-der-Geier-cino an den Kassierer mit den Worten "Der ist fuer den jungen Herren." und zeigt auf den Typen neben mir.

Mittwoch, 23. August 2006

Vienna Calling 3/2006

...aus der Stadt, ohne fließend Warmwasser. Jedenfalls die letzten sechs Tage in meiner Wohnung.

Es begann damit, dass vergangenen Mittwoch Abend im Hausflur Wasser von der Decke tropfte. Eine Nachbarin sagte, sie hätte das schon am Morgen gesehen und auch schon überlegt, der Hausverwaltung bescheid zu sagen, es aber dann doch nicht getan und gewartet, dass sich 'jemand kümmert'. Ob das typisch wienerisch ist? Da läuft das Wasser in Sturzbächen vor die eigene Wohnungstür und man wartet einfach auf irgendeine Obrigkeit? Den Hausbesorger? Oder den Kaiser? Oder doch den Führer?

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"Wir Wiener blicken vertrauensvoll in unsere Vergangenheit."
(Karl Farkas, österreichischer Kabarettist, 1898-1971)
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Wie auch immer, nachdem das erledigt war, gab es am Donnerstag morgen eine erfrischende Überraschung: kein warmes Wasser, nirgends. Und die Hausverwaltung war auch keine große Hilfe und außerdem ja Wochenende (Und das wird hier noch ernst genommen!) und Feierabend und so weiter.

Der Elektriker (!) der dann heute morgen endlich kam, stellte zwar in bestem Wienerisch treffend fest "nemja voda", war ansonsten aber auch keine Hilfe.

Dafür holte er sich am Vormittag dann Verstärkung von einem Installateur und zusammen haben sie geschafft, dass ich seit sieben Tagen morgen früh nicht mehr kalt duschen muss. Dafür sollte aber nach ihren Angaben aus irgendeinem Grund die Heizung dauerhaft laufen. Naja, auch egal, zum Glück ist ja bald Winter.

Ansonsten war es ein wenig wie in der nicht ganz so guten alten Zeit, als es noch Badetage gab: Meinen großen Spaghettitopf muss man vier mal zum Kochen bringen, dann hat man genug Wasser für eine warme Badewanne.

Wo fing nochmal der Balkan an?

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"Water, water, everywhere, nor any drop to drink."
(The Rime of the Ancient Mariner, Samuel Taylor Coleridge, 1772 - 1834)
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Apropos Balkan: Am 6. September geht es auf meine erste Wahlbeobachtung (dieses demokratische Dingsbums, nicht der große Fisch, Entschuldigung, Säugetier) nach Montenegro. Ich bin gespannt. So einen neuen Staat sieht man ja nicht alle Tage entstehen. Auch wenn es zugegebenermaßen in den letzten 15 Jahren recht inflationär vorkam.

Ich werde mich bemühen, ein wenig von dort zu berichten. Und mal anfangen ein wenig über das Land zu lesen, ich glaube ich habe noch irgendwo einen Jugoslawien-Reiseführer.

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Vienna Calling 2002-2006:
http://derherrmoeller.blogspot.com/
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Bis demnächst, viele Grüße, küss die Hand und Baba,
derherrmoeller

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Kann man ein Land ernst nehmen, das aussieht wie ein Schnitzel?
-Wienerische Schmankerl-

Weißer Spritzer – Weißweinschorle
Sommerspritzer – weißer Spritzer mit wenig Wein und viel Soda
Obi – Apfelsaft
Obi g'spritzt – Apfelschorle
Obi mit Soda aufgespritzt auf einen Halben – Apfelschorle 0,5
Obi Leitung – Apfelsaft mit Leitungswasser verdünnt
Hausbesorger – Hausmeister
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Samstag, 15. Juli 2006

Donnerstag, 22. Juni 2006

Protus

George W. hat Wien besucht. Oder ist einmarschiert, wie Kritiker angesichts des Aufwandes unken. Seine amerikanischen Kollegen nennen ihn übrigens Protus. Das nämlich steht für "President of the United States". Übrigens das erste Mal seit 27 Jahren dass ein Protus in Österreich war.

Das hieß auch, dass alle Cafes, Restaurants und Geschäfte in der Gegend um die Hofburg einen unfreiwilligen "Schließtag", wie es hier heißt, einlegen mussten. Ein U-Bahnhof wurde geschlossen, die Züge fuhren durch ohne anzuhalten. Die "Zwangspause für Schnitzel und Geschäfte" (Wiener Zeitung) galt aber auch für Kultureinrichtungen: Die Spanische Hofreitschule mit den Lippizzanern blieb ebenso geschlossen wie die Albertina, die Museen in der Hofburg und die Nationalbibliothek.

Auf sämtlichen Strassen vom Flughafen und zur Hofburg herrschte Parkverbot, die Helikopterflotte des Bundesheeres begleitete den Convoy und auch die Umgebung des Interconti-Hotels war abgeriegelt. Eigentlich wollte Bush im Imperial wohnen, dort waren die Suiten jedoch schon an die Rolling Stones vergeben, die ein Konzert in Wien geplant hatten. Konnte ja keiner ahnen, dass Keith Richards von einer Palme fällt.

27 Fahrzeuge begleiteten den gepanzerten Cadillac des Präsidenten in der Autokolonne: von der fahrenden Intensivstation bis zum atombombensicheren, transportablen Bunker. Dazu 5 Köche und eine ungenannte Zahl von Sicherheitsleuten zusätzlich zu den 3000 Wiener Polizisten. Sogar seine eigenen Möbel hatte er mit für sein Hotelzimmer, wird berichtet.

Wenn er demnächst also Angie besuchen kommt (hier schließt sich der Kreis zu den Rolling Stones dann wieder) sollte man einen weiten Bogen um Meck-Pomm machen. (Und jetzt sagt nicht, dass ihr das sowieso macht, das Land ist wirklich ganz schön!)

Donnerstag, 15. Juni 2006

How Much Is My Blog Worth?

Your blog, derherrmoeller.blogspot.com, is worth $0.00.

Donnerstag, 1. Juni 2006

Vienna Calling 02/2006

...aus der Stadt, in der sich nicht nur die schwule Gemeinde letztes Wochenende für eines von zwei Riesenevents entscheiden musste: Entweder Life Ball oder Song Contest.

Der Life Ball findet alljährlich in Wien statt und ist eine Charityveranstaltung zugunsten der Aidshilfe. Der Song Contest war ehemals ein Schlager Grandprix, den jetzt verkleidete Finnen mit astreinem 80er Jahre Schnauzbartrock gewinnen.

Bei ersterem versammelten sich neben Sharon Stone eine reihe bunter Figuren im Rathaus sowie als Schaulustige auf dem Platz davor. Dort verteilten unter anderem knapp bekleidete Hostessen eines hiesigen Mobilfunkanbieters mit rosa Plüsch gefütterte Plastikhandschellen an das Publikum. Was zu lustigen Szenen führt wie der Enkelin, die ihre Großmutter an billiges Sexspielzeugimitat gekettet über den Wiener Rathausplatz spazieren führt.

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"Wir verbinden, was sie verbindet."
(Werbeslogan eines österreichischen Mobilfunkanbieters)
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Der Grandprix hingegen hat mit der Weltmeisterschaft gemein, dass auch an ihm Österreich nicht teilnimmt. Was im Kaffeehausdialog am Abend nach der Entscheidung wie folgt aussieht:

Österreicher: "Die depperten Finnen haben übrigens gewonnen."
Deutsche: "Ach. Und den wievielten Platz hat Österreich gemacht?"
Ö.: " Wir waren gar nicht dabei."
D.: "Naja, bei der Fußballweltmeisterschaft habt ihr bestimmt mehr Glück!"
Ö.: "Hmpf."
Pause.
Ö.: Aber bei der EM 2008 sind wir dabei."

Kunststück. Als Gastgeber.

Denkt sich der Deutsche.

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"Ein bischen Frieden."
(Nicole)

"Hard Rock Halleluja."
(Lordi)
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Letztes Wochenende in Berlin habe ich festgestellt, dass ein ganz schöner Aufwand wegen dieser Weltmeisterschaft getrieben wird, das geht hier ja völlig an einem vorbei. Der Fernsehturm am Alexanderplatz hat sich als Fußball verkleidet und ich habe mir sagen lassen, dass sogar auf dem Balkon des Hamburger Rathauses ein Tor steht. Insofern bin ich ganz glücklich, den Sommer über in Wien zu bleiben. Ich muss eben nur zusehen, dass ich dann rechtzeitig vor der EM 2008 hier wegkomme. Mal gucken, ob mir das gelingt.

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Vienna Calling 2002-2006:
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Jetzt sitze ich gerade im Zug gen Bayern –Entschuldigung: Franken-, wo ein Freund verheiratet werden und ich das ganze betrauzeugen soll. Da haben sie sich ja den Richtigen ausgesucht. Ich fühle mich jedenfalls geehrt und bin schon ganz nervös, schließlich ist es ja sozusagen mein erstes Mal.

Zugfahrten sind eigentlich ganz entspannend, wenn so Landschaften in großen Portionen an einem vorbeigefahren werden. Und ich könnte wetten, dass so ein ICE Fenster ein 16:9 Format hat.

Bis demnächst, viele Grüße, küss die Hand und Baba,
derherrmoeller

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Kann man ein Land ernst nehmen, das aussieht wie ein Schnitzel?
-Wienerische Schmankerl-

Topfengolatsche - Quarktasche
Die Karten werden an der Abendkassa ausgefolgt. – Die Karten können an der Abendkasse abgeholt werden.

Dienstag, 28. Februar 2006

Vienna Calling 1/2006

...aus der Stadt, in der mit dem gestrigen Rosenmontag auch die Ballsaison zu Ende ging. Bis jetzt hat mich weder Anfang noch Ende dieser Saison interessiert, aber dieses Jahr habe ich auch mal einen Ball ausprobiert. Allerdings nicht den Opern- oder Rauchfangkehrerball, nicht den der Kaffeesieder oder Zuckerbäcker oder einen anderen der weit über 100 Bälle, sondern den der OSZE.

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"Wien ohne Ball ist wie Pisa ohne Turm und Paris ohne Eiffel."
("Das wahre Ich der Walzerstadt. Ein Ballbericht." Friederike Hassauer und Peter Roos, FAZ v. 23.02.2006)

Vienna Calling jetzt auch mit Bildern:
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Ein Vorhaben, das einen norddeutschen Nichttänzer natürlich vor ein paar Probleme stellt: Man (also in diesem Falle: ich) hat weder Frack noch kann man (:ich) Walzer (und auch eigentlich sonst nichts außer Pogo) tanzen. Ersteres lässt sich im Familienkreise lösen, der möllersche Smoking wird nach Wien expediert. Und zweiteres bekomme ich von meiner bezaubernden Begleitung in einem Schnellkurs auf dem heimischen Küchenparkett beigebracht. Jedenfalls soweit ich mir die Schritte merken kann.

Etwas komplizierter war die Kostümierung unserer auswärtigen Gäste, zumal diese nur englische Anzuggrößen vorweisen konnten, was beim ungarischen Schneider des Wiener Traditionsabendgarderobeverleihs Lambert Hofer nur auf Unverständnis stieß. Aber nach einigem Hin und Her von Beinlängen und Brustumfängen können auch diese Herren schlussendlich ihre Pinguinverkleidung am Vorabend des Ereignisses abholen. Die Damen hatten erstaunlicherweise alle die passende Garderobe bereits.

Der Abend des Balls. Vorher ein leichtes Dinner, denn der Ball ist keine "Fressage", dann in Schale werden, Masche umbinden, Kragen zupfen, Manschettenknöpfe und Abendkleider schließen und ins Taxi, wo der Chauffeur angesichts dünnen Ballkleids und Schühchen zuvorkommend erst einmal die Heizung höher dreht, dafür aber vergisst, das Taxameter einzuschalten.



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"Zwischendurch – ist das Taxi schon bestellt? Ein Großraumwagen für die Fülle der Falten des Rocks, bitte sehr! Häkchen für Häkchen fixiert der Herr der Dame im Rücken die Corsage, vorn entsteht das Decolleté aus dem Mieder, und nie genug Spiegel bei der Probe der Robe fürs Anlegen der Perlen. Fertig. Das Balltier scharrt mit den Hufen.
(Das wahre Ich der Walzerstadt.)
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Also, ab durchs Schneetreiben zur Hofburg, wo sich wahre Ströme von Chiffon aus Taxis und Fiakern auf den Heldenplatz ergießen. Dazwischen – es hieß schließlich "evening dress, black tie, uniform" – vereinzelt auch ein paar Herren im Schottenrock oder augenscheinlich altgediente Veteranen in Uniformen, die aussehen wie ausgedacht, dafür aber jede Menge Orden an der Brust haben.



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"Die Herren beschärpt und bunt bebändert, mit Ordensbrüsten bis zum Schulterschiefstand, ganz Hofrat, ganz Rittmeister in wechselseitiger Bestätigung ihrer Bedeutsamkeit. Die Galauniform kaum zu unterscheiden von der Feuerwehr. […] Eskorte für den Flankenschutz der Damen mit ihren Decolletés. Abenteuerliche Displays von Bonbonnière bis Bauchladen. Wahrend der männliche Blick auf die Oberweiten begehrlich taxiert, taxiert das Konkurrenzauge auf die Geschlechtsgenossin unverhohlen gereizt und neidvoll Fülle, Gewebe und Alter des gegnerischen Cups."
(Das wahre Ich der Walzerstadt.)
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Gedränge am Eingang, Schlange stehen, Mäntel an der Garderobe abgeben, endlich ein erstes Glas Sekt und die Eröffnung abwarten. Dann die Treppen gemessenen Schrittes erklimmen, an der Franz-Joseph-Büste vorbei, großer Saal, Einzug der Debütantinnen, Blitzlichtgewitter, Applaus. Weiter in den Festsaal, wo der reservierte Tisch auf uns wartet, erste Reihe, genau an der Tanzfläche, sehr schön, sehr eng, sehr warm. Und sehr flinke Kellner; so schnell wie die nachschenken kommt man mit dem Trinken gar nicht hinterher.



Die erwähnte Tanzfläche ist Gott sei Dank so "bumvoll" –wie es in Wien heisst-, dass es gar nicht auffällt, wenn ich meine ersten zweieinhalb Tanzschritte schon wieder verlernt habe. Die meisten anderen scheinen jedoch glücklicherweise auch eine sehr eigene Idee zu haben, welcher Tanz denn gerade passt. Zwischendurch zur Erfrischung noch ein wenig Wein oder eine Muschel vom belgischen Buffet, weitere Tanzversuche, vergebliche Suche nach der Mitternachtsüberraschung und irgendwann viel später dann abermals mehr oder weniger gemessenen Schrittes an Franz Joseph vorbei, diesmal treppab, Mäntel einsammeln, Taxi durch den Schnee und zurück an den heimischen Herd.



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"The day after, der Morgen danach.
Die Nappas schlapp, die Boa müde über der Stuhllehne, halbtot der Frack am Haken, der Apricot-Tüll zerknüllt. Ungern nur gibt sie das fremde Gefieder zurück, und mit der ortsansässigen Freude am Morbiden begibt sich der Ballist auf den Zentralfriedhof der Fräcke. Abdeckerei der Pinguine. Lustig fleddert der Leichenbeschauer zur Kontrolle die Taschen."
(Das wahre Ich der Walzerstadt.)
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Am nächsten Morgen ausgiebiges Frühstück und die – wenigstens für mich neue - Erkenntnis dass trotz aller "Hetz", Aufwand und Etikette das ganze doch eine ziemlich lustige Veranstaltung ist, auch über die Faszination des Grauens hinaus.

Aber vielleicht werde ich auch einfach nur alt.

Bis demnächst, viele Grüße, küss die Hand und Baba,
derherrmoeller

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Kann man ein Land ernst nehmen, das aussieht wie ein Schnitzel?
-Wienerische Schmankerl-

"Soll ich das einpacken auch, bittesehr?" - "Soll ich es einpacken?"
Flucht-Achterl - Wegbier, "One for the road and one to go."
Masche - Fliege
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